Road to EFX: Der Ausbau der KI-Datenzentren ist das größte Infrastrukturprojekt der Menschheit
Shownotes
Der Ausbau der KI-Datenzentren gilt Sebastian Schaal, Gründer und Geschäftsführer von Luminovo, als das größte Infrastrukturprojekt der Menschheitsgeschichte – größer als das US-Eisenbahnnetz, das Autobahnsystem oder das Apollo-Programm.
Die Auswirkungen auf die Elektronikindustrie sind bereits spürbar: Bauteile aus dem Umfeld der Rechenzentren, von MLCCs bis zu Power-Systemen, sehen laut Schaal eine zehn- bis zwanzigfache Nachfragesteigerung gegenüber dem Niveau vor ChatGPT.
Im EPP-Podcast INLINE spricht Sebastian Schaal mit Frederick Rindle darüber, was diese Entwicklung für die Elektronikbeschaffung bedeutet.
In dieser Folge geht es unter anderem um:
- die wachsende Nachfrage nach Elektronik durch den Ausbau von KI-Datenzentren
- die Komplexität der Elektronikbeschaffung mit rund zwei Milliarden katalogisierten Bauteilen
- Component Engineering und die Vermeidung späterer Redesigns
- die Bedeutung von Datenintegration und digitalen Plattformen im Einkauf
- den Einsatz von KI im Sourcing und bei der Kalkulation
- warum Lieferverfügbarkeit und Risikomanagement aktuell wichtiger sein können als der reine Preis
- wie Digitalisierung kleinere EMS-Unternehmen im Wettbewerb mit Großkonzernen unterstützt
- die Automatisierung von Compliance-Prozessen rund um REACH, RoHS und PFAS
- Luminovos Lösungen und Themen auf der EFX in Stuttgart vom 6. bis 8. Oktober 2026
Gesprächspartner: Sebastian Schaal, Gründer und Geschäftsführer von Luminovo
Moderation: Frederick Rindle, Chefredakteur EPP
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen bei InLine, dem Podcast der Fachzeitschrift EPP.
00:00:05: Hier sprechen wir über Trends, Technologien und Herausforderungen in der Elektronikfertigung Von DIRT, Praxisner und auf den Punkt tauchen Sie mit uns ein in die Welt moderner Produktionsprozesse von der ersten Idee bis zur perfekten Baugruppe!
00:00:22: InLINE wissen das weiterführt.
00:00:26: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des EPP Podcasts Inline Road to AFX.
00:00:32: Heute beschäftigen wir uns bei dem Thema einen Schritt vor der eigentlichen Elektronikfertigung, da beschäftigen mit Lieferquätenprobleme, Preisexfusionen bei der Bauteilbeschaffung und natürlich auch damit wie man diese eventuell umgehen kann.
00:00:44: Genau gesagt beschäftigen wir uns heute mit dem Einkauf für die Elektronik Fertigung.
00:00:48: Dafür darf ich einen ganz besonderen Gast begrüßen, Sebastian Schaal ist Gründer und Geschäftsführer von Lominoro einem im Jahr ein zweitausend zwanzig gegründeten deutschen Softwareunternehmen für Lieferketten mit Fokus auf die elektronische Industrie.
00:01:00: Sebastian herzlich willkommen im EPP Podcast.
00:01:04: Der hat recht.
00:01:05: viel Dank, dass sich da sein darf!
00:01:07: Lasst uns ein bisschen einsteigen.
00:01:09: Wir wollen natürlich auch so ein bisschen den Menschen kennenlernen hinter der eigentlichen Funktion.
00:01:12: Deswegen Sebastian die Frage Was begeistert dich so an der Elektronik-Fertigung?
00:01:19: Als wir damals mit den Themen angenommen haben, sind wir eigentlich mit der Vogelperspektive angekommen und gesagt, okay.
00:01:27: Wir glauben die Elektronikaindustrie als Ganzes ist eigentlich so der Taktgeber für digitalen Fortschritt und technischen Fortsschritt Und diese alles was piept und blinkt in unserer Welt, was innovative physische Produkte sind hat irgendwie Elektroniken drin.
00:01:41: Wir haben uns die ganzen Lieferkette angeguckt, was sind die Akteure da und wer sind eigentlich so ein bisschen?
00:01:45: vielleicht die unbesungenen Helden der Branche.
00:01:47: Die eine sehr große Wertschöpfung bringen um diese realität von den tollen Produkten auf dem Markt zu bringen aber wenig Auswahlsamkeit bekommen.
00:01:55: Und ich glaube da sind die EMS Unternehmen genau die Unternehmen wieder auf diese Definition passen.
00:02:00: Sehr dünne Margen, immer unter Druck und oft nicht nahmhaft bekannt aber machen eigentlich sowohl was die Fertigung selbst angeht als auch ganz viele Services drum herum von dem Supply Chain Management Einkauf Reparaturen.
00:02:12: Eigentlich all das möglich!
00:02:13: Und deswegen finde ich eigentlich die Menschen und die Funktion dahinter ist so zentral wichtig und verdient einfach viel mehr Aufmerksamkeit.
00:02:20: Jetzt hast du schon angesprochen, dass die besondere Situation zwischen EMS eher kleinerer Unternehmen Und dann auf der anderen Seite, wie man es schärft, ist ja heute in Beschaffung dieser riesige Markt an Elektronikbauteilen.
00:02:30: Also du hast selber von dir, habe ich mal gehört rund zwei Milliarden Bauteile global in diesen Katalogen zu finden.
00:02:38: Welche Schwierigkeiten resultieren aus diesem vielleicht nicht gefälligen, aber aus dieser Besonderheit?
00:02:44: Dass man wirklich so einen großen Bauteilmarkt hat.
00:02:48: Ja das ist im Endeffekt.
00:02:49: die große Komplexität entsteht dadurch dass damit weil es in Katalogbauteile sind, auf die sich ein Entwickler explizit referenziert und die auch nur eine Handvoll von Äquivalenten haben.
00:03:01: Die man einfach so wenn in Beverknappung oder andere Probleme wie Verkette entstehen als Austausch nutzen kann erzeugt ne ganz, ganz tiefe Koppelung von Engineering und auch im Einkauf Und es führt dazu dass ich natürlich Kein Design hat irgendwie die zwangsläufig dieselben Produkte.
00:03:18: Wenn ich jetzt auf einem EMS-Sler angucke, ist es eigentlich immer so vom Pareto-Prinzip egal wie ähnlich der Kunde ist und ob ich den schon sehr gut kenne Es wird immer Bauteile geben auf dieser Baugruppe, die ich mein Leben noch nie gesehen habe Und Geschweige denn, die Ich auf Lage hab.
00:03:33: Das bedeutet jetzt für einen EMSler in der Einkaufsbrille.
00:03:36: Jedes Angebot, was ich schreibe hat immer eine Projekteinkaufskomponente.
00:03:40: Ich kann nie davon ausgehen dass sich alle Bauteile schon kennen oder haben Lager gehabt wie man es vielleicht andere Industrien habt wo ich meine Basismaterialen kaufe und dann ist das quasi eingeloggt sondern ich muss jedes mal im Projekt in die Anfrage ins Sourcing gehen.
00:03:53: Das ist quasi so der die Anomalie die dadurch durch die für die Elektronik Fertigungen steht.
00:03:58: aber es bringt eben auch diese sehr teuren Rückkopplung Schleifen mit, dass wenn dann Probleme auftreten mit irgendwelchen Bauteilen.
00:04:06: Manchmal wirklich bis zum Ingenieur zurück muss ein Redesign machen muss was auch wieder Zeit und Geld kostet um einen Design wirklich wieder so beizubringen das es auch wirklich gefertigt werden kann.
00:04:17: Und diese ist einmal Riesen-Boost an Bauteil.
00:04:20: mit diesen schweren Verkopplungen globalen Lieferketten macht die Elektronik zur komplexesten Einkaufskategorie die es überhaupt gibt.
00:04:28: Das Thema Redesigner ist wahrscheinlich so bisschen Das ist das schwierigste Thema, dass niemand haben möchte.
00:04:34: Wie würdest denn du einschätzen?
00:04:36: Wie kann ich am besten verhindern, dass es zu einem Redesign kommt?
00:04:40: wie wie gesagt man muss die Ingenieure früh oder das Engineering früh mit einbinden.
00:04:45: Wie kann Ich das verhinderen, dass ich nachher dastehe und sage so als Bauteil existiert nicht mehr.
00:04:48: jetzt wissen wir was Neues belegen.
00:04:52: Ich glaube grundsätzlich eben die Basis, dass diese Bauteile die Library aus der sich ein Ingenieur bedienen kann und darf auch, quasi tote Datenbank auf einem lokalen Rechner gesehen wird, sondern als ein aktives Live-Element, was konstant mit der Lieferkeit abgeglichen wird.
00:05:13: Das heißt es muss einfach sagen einen Corporal Engineer oder irgendwen geben, der diese Bauteile konstant klassifiziert auch ihren Lebenszyklus, der so bisschen die Langfristverfügbarkeit darstellt aber auch die aktuelle Availability der die Kurzfristverfügbarkeit darstellt und dann aber vielleicht sogar auch sowas wie Georisiken, was irgendwie potenzielle mittelfristige Lieferengpässe darstellen kann.
00:05:36: Und diese kurz-, mittel- und langfristige Betrachtung auf Komponentennebene zu haben ist zentral wichtig – das ist das Thema Lieferverfüggbarkeit – und dann natürlich auch immer steigende Anforderungen an Compliance, die ein Produkt mehr als dem einen Markt ausschießen können im Griff zu haben.
00:05:53: Von Reed schon, Rose sind so die gängigen Sachen aber es kommen ja auch immer neue Sachen dazu.
00:05:57: PFAS
00:05:58: etc.,
00:05:59: als neben der Funktion bei der sich der Ingenieur primär auseinandersetzt müssen wir eben dafür Sorge tragen dass diese Bibliothek aus der sich bedient oder die sich bediente immer auch diese Verfügbarkeit und Compliance Themen mit anzeigt und wir da im Design ganz am Anfang schon den quasi Stecker ziehen und ein Redesign anstoßen damit solche Komponenten überhaupt nicht erst mal in durch die neuen Produkt-Einführungszübler durchlaufen.
00:06:26: Wie kann ich denn da das System jetzt schwierig vor?
00:06:29: Im Engineering habe ich einen Plan, ich mache mir Gedanken wie es aussehen kann und jetzt muss ich ja wissen ob das Bauteil noch zwanzig Jahre verfügbar ist oder nicht oder vielleicht zehn Jahre.
00:06:40: Wie kriege ich diese Informationen wirklich dann in das System hinein?
00:06:43: also wir reden das doch vielleicht von Luminorosystemen.
00:06:45: davon haben wir gar nichts richtig gesprochen, eure Plattform wie kann das koppeln zu zeigen, ob dieses Bauteil da noch verfügbar ist.
00:06:53: Genau, also grünsätzlich ist meine Sache der Ingenieur hat ja seinen Go-to Tool auf Neudeutsch.
00:06:59: das ist ein CAD System und eigentlich sollte man dafür Sorge tragen dass die Komponenten, die er dann auswählen kann einfach schon diesen Qualitätszyklus zu sprechen und eine andere Person muss sich mit diesem anderen Abfragen eben zurande tun und eine Möglichkeit wie wir ihn unterstützen diese Komponenten-Datenbank, ob die jetzt in der eigenen Datenbank lebt.
00:07:20: Ob die ein PLM-System lebt oder sogar ein ERP-Ssystem lebt, dass die uns dann bei uns hochgeladen wird und das System damit abgeglichen wird?
00:07:29: Was wir tun ist, da sind entweder nur reine Beschreibungstexte was wir auch immer finden oder wirklich exklusive Referenzen auf diese Katalogteile, dass wir sie gegen unsere Datenbank matchen und validieren und sobald quasi ein reiner Text der in einer Datenbank lokal liegt, verknüpft es mit unserer aktiven Datenbank.
00:07:47: Da habe ich diese Komponente aktiviert und hab dann diese Echtzeitinformationen, die dann abgefriestückt werden.
00:07:54: Und kann mich hier das natürlich ansehen?
00:07:56: Wo habe ich aktuelle Exponierungen?
00:07:58: Kann direkte Maßnahmen einleiten wie Alternativkomponenten freigeben, Alternative Sourcen identifizieren oder eben auch mir zukünftig Alarmsignale setzen Wenn irgendwelche Wechsel in den Lebenszyklen sind, wenn irgendwelchen Stock-Level nach unten gehen und habe damit so eine Art proaktives Monitoring der Lieferkette.
00:08:19: Damit ich also erst mal meinen Zustand jetzt aufräumen kann aber auch gegenüber Änderungen die noch kommen dann optimal gewappnet sind.
00:08:26: Und das ist dann quasi was als Signal bei uns im Dominovotool Auftritt.
00:08:31: Kann man natürlich mit Integrationen in E-Systeme, E-Mail Systeme natürlich auch direkt an den relevanten Ingenieur weitergegeben werden.
00:08:39: Der muss sich nicht zwangsläufig bei uns im Tool aufhalten, das Arbeits-Tool für den bleibt es CAD und das Luminovosystem ist dann für die Ingenieuren und den Ingenieur mehr ein Informationstool gerade auf dieser Komponenten-Ebene Risiken herauszufinden.
00:08:55: Und natürlich ist das Thema Kosten auch noch was über designte Kosten, was wir reden können aber in der aktuellen Gemengelage ist es sehr oft Risiko schon mal der Aufreger Nummer eins.
00:09:07: Das ist natürlich ein spannender Punkt, den müssen wir direkt vertiefen.
00:09:09: Also deine aktuelle Einschätzung ist das wirklich das Thema Lieferverfügbarkeit über dem Preis steht weil es hat mehr jahrelang nicht.
00:09:17: aber ist das seine aktuelle einschätzung?
00:09:20: Also es gibt glaube ich... Es korreliert natürlich immer sehr stark zusammen Aber es gibt natürlich gerade dieser Demegatrend mit den KI-Datenzentren der uns umtreibt und dieses Ich habe es in meiner anderen Stelle auch schon mal gesagt Der Ausbau der Karidatenzentren ist das größte Infrastrukturprojekt, was wir als Menschheit jemals angegangen sind.
00:09:41: Das ist schon jetzt größer als das Eisenbahnsystem in den USA, das Autobahnsystems, das Apollo-Programm.
00:09:48: Nichts ist vergleichbar und es stand letztes Jahr.
00:09:51: Und man prognostiziert eine Verachtfachung des Ganzen bis zu zweizigdreißig.
00:09:55: also wir reden dann da über sieben Trillionen, also sieben Billionen an den besten also unvergleichbar.
00:10:03: Alle Komponenten, die in so ein Datencenter reingehen und in der Elektronebiverkette hängen, sehen auf einmal eine teilweise zehn bis zwanzigfache Bedarfssteigerung zu dem Pre-ChatGPT Level von zweiundzwanzig.
00:10:19: Da ist alle diese Komponenten von unscheinbaren MLCCs, also Kapazitäten, speziellen Kondensatoren bis natürlich zu Paar.
00:10:29: Power Systemen oder gewissen Substraten für PCBs.
00:10:31: Alles, was in dieses Gravitationsfeld des Datensenters kommt wird abgesaugt werden und die Preiszahlbereitschaft von dem Datensenter-Ausbaufirmen ist immens hoch.
00:10:44: das heißt da sehen wir diesen extremen Preisanstieg.
00:10:47: bei RAM haben es das andere auch sehr einfach mitbekommen Und da habe ich aber natürlich jetzt keine... Da ist es mehr so.
00:10:54: Ich kann den, ich hab diesen Limit Wir haben einen investierten Supply und den kann ich zu dem Preis abfrühstücken.
00:10:59: Aber ich habe quasi in der Hinsicht leider keinen Hebel, den ein oder anderen auszuspielen, weil wenn ich Supply-Constraint bin dann ist es einfach so Becomics und da muss ich den Preis zahlen, den ich habe.
00:11:11: Bei anderen Komponenten wo es kursfristiger Allokation sind das ist schon oft so dass wenn ich proaktiv kaufe natürlich mich gegen teure Brokerzukäufer absichern kann ist dieses Risiko von wirklich sehr teurer zu kaufen oder keiner Verfügbarkeit wieder etwas höher.
00:11:32: Die zwei Jahre davor, wie du gesagt hast war es jetzt schon so dass man das mehr ein Käufermarkt war und ich schon mit getaktischen Verhandlungen in gutgeteimten Anfragen geschafft habe auch signifikant meine Kosten zu reduzieren.
00:11:47: aber gerade ist es eine Bifokation.
00:11:49: bei diesen kritischen Komponenten muss sich eigentlich versuchen Sie auszufasen oder einen Stopp reinzubekommen, dass ich nicht in die absolute Preis-Askulation aller COVID-II.null komme was wir da hatten.
00:12:01: und auf der anderen Seite kann ich weiterhin versuchen gute Cost Down Projekte zu fahren aber es effokiert sich immer mehr.
00:12:10: Siehst du das da ein Bedarf vielleicht entsteht?
00:12:12: Dass man wenn mal bei Standardkomponenten ist, dass man die explizit umgeht, die jetzt in diesem KI wieder genanntes KI-Kosmos sind dass man wirklich auch von eurem Plattformen Signal kriegt, dieses Bauteil würde ich dir jetzt nicht empfehlen.
00:12:25: Versuch da drumherum zu kommen?
00:12:27: Genau das ist tatsächlich so diese welche Industrie es exponiert.
00:12:33: Es ist super interessant.
00:12:34: Historisch war das eigentlich immer nur... Ist das ein Automotive-Teil oder ist das ein Teil Verrüstung?
00:12:40: Oder die Fans Luft und Raumfahrt, die man wissen wollte bei Dann sind oft die höhere Anforderungen unnötig teuer, wenn ich es nicht für diese Anwendung brauche.
00:12:49: Das war so eine historische Industriefilter, die man benutzt hat.
00:12:52: Aber das ist tatsächlich jetzt diesen KI-Datencenterfilter.
00:12:56: Das ist eigentlich jetzt so ein bisschen das Neuste, was man eigentlich gut gebrauchen kann im Design frühzeitig da auch sich vielleicht nicht in dieses Gravitationsfeld begeben zu müssen, wo man's kann.
00:13:08: Oft kann man das natürlich auch nicht ändern Aber wenn es geht, dann sollte man das auf jeden Fall versuchen.
00:13:16: Jetzt ist durch... Du hast schon vorhin genannt, dass mein Preis stoppsenken kann aber was für Hebel habe ich denn?
00:13:21: Also wenn ich die Bauteile wirklich brauche und denke mir jetzt ins SEDAL leg ich den Liga auf Lager da bin ich wenigstens in meiner Produktion safe weil Produktionsausfälle sind für den Kosten ja meistens noch ganz andere Dimension als Einkaufskosten.
00:13:34: Welche Hebel hab' ich denn überhaupt um da einigermaßen durchzukommen?
00:13:38: Ja total!
00:13:40: Ich glaube eine konstante Preisbeobachtung ist, glaube ich der beste Hebel die man aktuell hat.
00:13:48: Die Bedarfe frühzeitig ins System zu spielen und dann vielleicht auch wie sagt das Vorratskäufe zu tätigen?
00:13:55: Wir sehen jetzt teilweise wirklich sogar schon auf der PCB Seite was ich davor noch nie gesehen habe dass sich da teilweise so halbfertige Materialien einfach gesichert werden, die dann quasi wieder beigestellt werden für die Leiterplatten, um das zu fertigen.
00:14:09: Das habe ich nie gesehen.
00:14:10: davor, was ich jetzt gerade auf der Leiter-Plattenbranche höre.
00:14:14: Aber genau, ich glaube, dass ist im Endeffekt eigentlich die beste Strategie, die man haben kann.
00:14:17: Wichtig ist aber auch hier wieder und nicht diesen Bullwipp Effekt von Covid zu wiederholen, dass man schon auch die Bedarfsseite von den OEMs klar abab abfragt, was ist das jetzt ein infiltrierter Bedarf oder ist es wirklich gedeckter Bedarft?
00:14:35: Um da nicht wieder unnötig zuzukaufen und dann unnütig hier die Preispirale zu treiben.
00:14:39: Aber hier sehen wir's ja so bisschen anders wie bei Covid war das oft.
00:14:43: Alle haben das Gefühl gehabt, der Bedarf explodiert und deswegen haben alle zu viel quasi angefragt auf der OEM-Seite, was sich durch die Supply Chain runtergetrickelt hat.
00:14:54: Jetzt ist schon eher so dass die Datencenter einfach.
00:14:57: Der Bedarf ist da.
00:14:58: Da wird investiert, die Kappex-Ausgaben von den Großen sind da.
00:15:01: Das ist eigentlich was, das wirklich weggehen und der ... Vorne der Bedarf bei OEMs ist gerade manchmal nicht groß infiltriert, sondern es ist schon gedeckt.
00:15:10: In dem Fall habe ich eine deutlich bessere Möglichkeit diese Bevorratung zu machen oder ohne wieder in so einer Überbevorratungs-Hamsterkauf-Situation zu kommen.
00:15:20: Gibt's da für euch ... Man kennt ja ein bisschen Alarmsignale, dass man sagt mit dem Markt, das jetzt überhitzt?
00:15:26: Bild, das ich jetzt natürlich kenne.
00:15:28: Jetzt kaufen da wirklich Händler zwischen rein gar keinen Bedarf da ist.
00:15:32: wir pushen uns gegen.
00:15:33: habt ihr das Alarmsignale bei euch?
00:15:35: Ja
00:15:35: genau also es ist sehr spannend dass wir uns immer eigentlich immer angucken über unsere Echtzeit, Supplychain Überwachung ist die Triplette Wir gucken uns an was in die Standardlieferzeit vom Hersteller geschickt werden.
00:15:49: Was ist der Bestock also der Vorrat den wir haben alle großen, sagen wir, Distributoren hinweg formuliert.
00:15:58: Und was ist der Preis?
00:15:59: Wenn man diese drei anguckt, dann gibt es manchmal sehr spannende Zusammenhänge, dass meistens erst die Standardlieferzeit erhöht und dann geht das Stock-Level bei den Distributtoren runter und dann zieht der Preis an – also das sind so Dynamiken wenn man diese three Signale eigentlich gut im Griff hat Das dann guckt, wann der Preis sehr stark war.
00:16:21: Mein letzten Einkaufspreis steigt, wenn es über den kritisches Level fällt, wann die Lieferzeit sich stark erhöht?
00:16:26: Da sind eigentlich so die Signale auf die man das System ein Aufmerksam macht und der dann idealerweise der Einkäufer selbst dann aufspringt und eine Handlung ableitet.
00:16:36: Jetzt haben wir ja voll ins Thema schon eingestiegen weil's einfach so spannend ist und momentan wirklich auch so brennt als vielleicht ein bisschen überzeichnet zu sagen aber lass uns doch mal einen Blick reinwerfen wie es in deiner Erfahrung funktioniert denn heute eigentlich bei so einem typischen EMS-Unternehmen.
00:16:52: Welchen System wird da gearbeitet?
00:16:54: Wie ist der deinen Eindruck?
00:16:55: Wir
00:16:56: sind jetzt auch schon ein bisschen länger am Markt, aber ich glaube historisch gesehen kann man diese Reifeis gerade von Einkaufsorganisationen von EMS in verschiedene Klassen einteilen.
00:17:06: Ich glaube einerseits es ist oft sehr stark noch einfach eine Kombi aus ERP und Excel.
00:17:12: Warum braucht's überhaupt eben dieses Excel nicht nur das ERP unter anderem beim EMS daran, was ich vorher meinte.
00:17:20: Dass ich ja allein für eine Anfrage die ich tätige muss sich immer schon auch im Einkauf aktiv werden.
00:17:26: aber in der Anfrage habe ich ja noch nicht den finalen Zuschlag.
00:17:30: das heißt ich weiß noch nicht ob diese Bedarfe dich da gerade rumkalkulier auch wirklich so in die Betruktion gehen.
00:17:37: Das heißt es ist oft sehr ein Fehler jede Anfrage, die reinkommt bei einer vielleicht zehn-zwanzig Prozent Gewinnrate so auch schon im ERP System anzulegen meine Kartei aufzublähen und eine Karteilarche nach Daten anzubauen, die dann nie bestellt wird.
00:17:53: Das heißt man braucht im Endeffekt einen vorgelagerten System was diese Projektanfrage struktur einem hilft abzubilden bevor wir überhaupt ins ERP reingeht.
00:18:02: Deswegen gab es diese Dualität schon sehr lange Und aus diesem Bedarf dieser Echsel da abzulösen sind historisch vor zwanzig Jahren die ersten Bombeaufbereitungs- und Einkaufslösungen speziell für den EMS-Bereich entstanden.
00:18:22: Noch Standards, also Software die quasi on-premise installiert wurde.
00:18:27: Und sag ich mal seit den so ... ... Jahrzehnt, zwanzigzehn, zwansichtfünfzehner Jahren ist dann jetzt die Generation von vielleicht mal moderneren Cloudsystemen auf dem Markt gekommen, die das Thema nochmal neu interpretieren mehr Automatisierung bringen einfach in Zugang, einfach wartbar Und das ist so die Welle, auf der mir dann mit dem Thema auch mit eingestiegen sind.
00:18:49: Jetzt ist natürlich die nächste Stufe, die gezündet wird – es ist tatsächlich ein Thema.
00:18:53: wie kann ich das noch mit KI stärker aufladen und noch einfacher gebräuchlich zu machen?
00:18:59: Noch besser in den Datenwust bei mir einzubinden?
00:19:02: Das ist eigentlich die Stufe auf der man jetzt gerade ist was unser System eben darstellt.
00:19:06: Wir sehen aber immer noch sehr viele Unternehmen wenn wir initial mit denen sprechen, oder vielleicht eine selbstgestrickten Lösung wegbringen auf die erste professionelle Lösung.
00:19:18: Oder eben jetzt auch einen sehr starken Wechsel, dass diese ganzen Altsysteme, die on-tremels noch gelaufen sind, jetzt teilweise abgekündigt werden?
00:19:26: Die Besitzer irgendwie in den Ruhestand gehen und die jetzt einfach einen Wechsel aus einer professionellen Software wie unsere zum ersten Mal im Betracht ziehen.
00:19:35: Aber das ist so ein bisschen die Reifheitsgrade.
00:19:38: Jetzt hast du ja schon ... von dem Thema KI angesprochen.
00:19:42: Es ging um das Thema Datenboost beim EMS-Unternehmen, ist dann eure KI-Lösung wirklich dafür da diesen Datenboos aufzuräumen und daraus einen echten Datenschatz zu generieren?
00:19:51: So dass ich es für den Einkauf benutzen kann?
00:19:53: oder was macht eure KI Lösung?
00:19:56: Genau, hundertprozent als mein KI ist sehr breiter Begriff, die gibt's schon seit den fünftiger Jahren hat natürlich jetzt durch Chatchivity ein bisschen anderen Anstrich bekommen.
00:20:03: Grundsätzlich unterscheide ich so in zwei Bereichen.
00:20:05: Das eine ist diese Riesen in KI, wo man quasi die KI versucht, stochastisch ein bisschen nachzudenken was das als nächstes für Schritte macht.
00:20:14: Und das andere ist dann wirklich mal eine Mischung aus dem KI-System und auch nah an der eigenen Software dran, die dann deterministische Aktionen ausfühlt.
00:20:24: Wir versuchen unser System eigentlich im Kern auf diese deterministischen Welt zu setzen.
00:20:30: Da sind natürlich ganz viel von den Supply Chain Themen und diesem Datenwustaufräumen was du ansprichst Stücklisten, die hochgeladen werden von Kunden unserer EMS-Ladie irgendwie immer aussehen wie Kraut und Rüben.
00:20:44: Die zu normalisieren auf einen Standardformat mit dem dann auch gearbeitet werden kann ist ein großer Use Case.
00:20:49: Der Weg ist auch mit Leiterplatten Daten, die teilweise auch in verschiedensten Formaten kommen, die Zuweisung von den Lagen, Extraktionen von den Spezifikationspdfs um da auch eine Art digitalen Zwilling zu erstellen ist ein zweiter Use Case.
00:21:02: aber Von der Lieferantenseite geht die Rechnung genauso weiter.
00:21:05: Da werden auch Angebote per PDF geschickt, die ausgelesen werden müssen.
00:21:08: Irgendwie andere, sei mal Excel mit Angeboten, die ausgelesen werden müssen.
00:21:12: also eigentlich versuchen diese Welt zusammenzubringen ein normalisiertes Format.
00:21:17: selbe geht auch für die ERP-Daten wenn sie vorhanden sind die eigenen Sachnummern, die Komponenten Information um all diesen drei Klang eigentlich zusammen zu bringen und diese Normalisierung hinzubekommen.
00:21:31: Aber das ist an sich alles so.
00:21:32: glückgesagt die terministische Aktion.
00:21:33: Da muss nicht nachgedacht werden, sondern es gibt wahrscheinlich eine auf Neudeutsch Ground Truth und die versuche ich halt möglichst abzubilden was sonst Mensch abtippen würde oder versuchen würde zu lösen.
00:21:45: Und da gibt's eigentlich diese schicht drüber wo ich dann aktuell als mensch vor so einer oberfläche sitze Die schon einiges automatisiert mit der überlege welche Schritte möchte ich jetzt als nächstes tun um irgendein ziel zu erreichen?
00:21:57: Das ist ja etwas wo wir auch zunehmend mehr an die KI auch abgeben können.
00:22:01: Wo ich als Mensch dann zum Beispiel in natürlicher Sprache nur noch sage, ja laden wir das mal hoch prüfen mir irgendwie verschiedene Einkaufszenarien mit irgendwie dein Volumen, Großvolumen, Asiensourcing, Europasourcing und gib mir ein Report was da so der Outcome ist auf neudeutsch.
00:22:22: Und das ist jetzt was, wo man bisher.
00:22:23: natürlich habe ich mir als Mensch verlegt.
00:22:25: Ich will das machen und okay legt dann bei uns vier Szenarien an.
00:22:28: Ich setze die Struktur so okay einmal Sourcing in Asia, einmal Sossing in Europe und so und baut mir das so zusammen und guckt mir das dann selbst an.
00:22:37: aber das sind auch Sachen mit der Hochinformation.
00:22:43: Das möchte ich tun kann die KI das quasi in die einzelnen Schritte übersetzen, die da im Tool zu tun sind.
00:22:48: Das ist so ein bisschen die nächste Stufe wie man die Benutzung von Tools für unserem auch noch leichter machen kann und diese ganzen mächtigen Funktionalitäten nochmal schön vereinfachen kann.
00:23:01: Und diese Steuerung ist was wir zunehmend einerseits mit, kann man so eine Art KI-Agent dann in unseren Produkt auch nutzen um diese Aktion durchzuführen.
00:23:10: aber wir öffnen uns da auch zunehmen mehr auf externe KI-Tools, wenn ich zum Beispiel heute schon Claude oder Kopal über sowas benutze.
00:23:18: Dann kann ich hier auch die Fragen stellen.
00:23:20: und das Tool interagiert dann quasi im Hintergrund direkt mit Luminowo, liefert ein Report zurück der dort visualisiert wird oder es gibt mir einen Link wo ich dann direkt in die Analyse abspringen kann und am Ende ins Tool reinkam.
00:23:32: Wir glauben wie auch zunehmend die neue Welt Deterministische Aktion in der Domäne wird quasi toolseitig abgefrühstückt und dann dieses ganze nachdenken Reasoning, das wird dann von eventuell auch vom Zentral-KI System abgefrühlstückt die mit unserem Tool möglichst gut interagieren.
00:23:50: Wenn wir jetzt gar nicht so richtig über Luminowo oder das System oder das Tool gesprochen was sehe ich denn wirklich als Anwender?
00:23:55: Was ist denn meine Plattformen?
00:23:57: Welche Informationen... Wie darf ich mir das vorstellen, welche Informationen bekomme ich?
00:24:02: Und dann vielleicht gleich als direkte Nachfrage muss sich denn wie weit muss ich denn Einkaufsprofi sein um das wirklich benutzen zu können.
00:24:08: Ja also grundsätzlich versuchen wir eigentlich so immer sich diese Pyramide überlegt alles was eine was im Elektronik Einkauf gebraucht wird irgendwie abzubilden.
00:24:16: Ich glaube die ganz unterste Schicht ist dass wir eben Diese ganzen Katalog an Bauteilen, das wir vorher ganz am Anfang angesprochen hatten, bringen wir Anführungszeichen mit.
00:24:27: Genauso wie Integration in die Lieferkettenwelt.
00:24:30: Das heißt an Lieferanten, die diese Bauteile auch liefern.
00:24:32: Das ist unsere Basisintegration.
00:24:35: und jetzt bringe ich dazu meine eigenen Daten mit.
00:24:37: D.h.,
00:24:38: welche Komponentennummern habe ich vergeben auf diese Baoteile?
00:24:41: Ich lade meine Komponente hoch, sehe dann meine Kmponenten mit den echten Bauteilern.
00:24:48: einzelne Komponenten rollen dann in Baugruppen hoch.
00:24:50: Das heißt, ich hatte eine ganze Bauggruppe sehen was da die einzelnen Komponente sind und was sie wieder für Themen haben.
00:24:57: Und wenn ich jetzt ein EMSler bin und eine Kalkulation habe, dann mit einem Projekt kann ich mehr Baugroupen gemeinsam zum Beispiel auch kalkulieren.
00:25:06: Und kalkulieren bringt uns an diese Einkaufssicht, deswegen wir trennen so ein bisschen.
00:25:12: Das eine ist ich möchte das Design des Kunden oder vielleicht wenn ich im OEM mit mein eigenes verstehen und abbilden und dann wie wir es besprochen haben live machen aktiv bringen in dieses System.
00:25:22: und dann nutze ich aber die ganzen Lieferkettenverbindungen um danach wirklich Preise und Verfügbarkeit an diese Komponenten dran zu heften und damit meine den optimalen Preis gegeben irgendwelche anderen Einschränkungen zu finden.
00:25:36: Und da gibt es natürlich für den Einkauf auch weitere Einblicke, wo ich dann auch Ausschreibungen steuern kann.
00:25:42: Wenn's komplexere Projekte sind und ich da in die Direktverhandlung gehen will.
00:25:48: Übergelegt gibt man das alles zu hart.
00:25:50: Natürlich dann auch diese ganze Risikobetrachtung von der wir geredet haben.
00:25:54: Im Risiko sehe ich sowohl diese Risiken, die über das eigentliche Bauteil hochkommen als auch über die angehängte Lieferkette hoch kommen also Ob Solistenzen oder eben auch Compliance-Sachen, bis zu aktuellen Verfügbarkeitsproblemen oder langen Lieferzeiten.
00:26:11: Das ist die Blocke, die ich so ein bisschen habe.
00:26:13: D.h.,
00:26:13: man nutzt uns sowohl für den Projekteinkauf und die Projektkalkulation als auch für diese strategische Risikobetrachtung und strategische Kalkulation.
00:26:24: Wir sind das Simulation und Kalkulations ... Und die Schicht.
00:26:31: also was wäre wenn das anders ist?
00:26:33: und so weiter.
00:26:34: Sobald eine Entscheidung dann fixiert ist zum Beispiel genauso kauf ich ein, so baue ich das Produkt dass es dann wo die Übergabe in des ERP stattfindet.
00:26:43: Das ERP-Systeme ist ein.
00:26:45: so ist es machen wir es tun und wir sind vielleicht dieses.
00:26:47: Was wäre wenn?
00:26:49: Und so lange man noch etwas wäre wenn eben ist braucht man was Agiles schnelles Dynamisches und Dann kann's übergeben werden ins erp.
00:26:56: das dann die Beschaffung das Financial Controlling die den Lagerführung macht, dass kann er dort passieren.
00:27:03: Aber der Rest wird dann quasi auf unserer Ebene
00:27:05: abgefrühstückt.".
00:27:07: Ist es denn so?
00:27:07: Für mich hört sich das mit alles an!
00:27:09: Dass man als kleines Mittel, kleines europäisches EMS-Unternehmen mit dem Tool auf Augenhöhe kommt, mit den größeren Unternehmen, die vielleicht eine größere Einkaufsabteilungen hat, also dass man dann ähnlich professionell agieren kann, weil man die Informationen bekommt, die man vorher vielleicht nicht gesehen hat... Das
00:27:27: war der Zweitein deiner Frage.
00:27:28: Ich bin nicht eingegangen, das ist wichtig dass du schon das film eine sehr starke demokratisierung statt wie natürlich diese zunehmend musst du nicht genau wissen wie dieses bauteil auch aussieht sondern du hast direkt informationen datenblätter extra hit information da.
00:27:43: du kannst dem agent nachfragen was es bedeutet kann sich damit aufschlauen bis auf der einen seite.
00:27:50: du hast aber eben auch diese ganzen Strukturen so geschaffen, wie sie sonst auch große Einkaufsorganisation nutzen und kannst ein bisschen natürlich dann Schritt für Schritt da nacheifern, dass du genauso agierst als die Großen auch.
00:28:03: Was natürlich schon Fakt ist, was du trotz Tool nicht ändern kannst, das die Elektronikindustrie vom Preisgefüge sehr stark, sag ich mal Einkaufsvolumen orientiert ist.
00:28:12: Das heißt wenn ich in sehr großer Bündeln großen Einkaufsolumen habe, habe ich oft eine deutlich höhere Möglichkeit Preise zu drücken, als wenn ich kleiner bin.
00:28:21: Aber und das ist auch sehr spannend, wenn man über dieses Thema Preise ein bisschen Benchmarken nachdenkt.
00:28:27: Es ist schon so, dass wir ... Dass man eigentlich grob als Unternehmen mit, sagen wir mal, ich hab einen Einkaufsvolumen von zehn Millionen, eine Firma wie Zollner hat halt irgendwie eine Milliarde.
00:28:37: Das heißt, klar kommen wir am Ende auf ne andere Perzentile raus was denn, was so nen Preis angeht.
00:28:44: Ich kann schon immer gucken, ich sollte eigentlich mit meinen zehn Millionen ähnlich kompetitiv sein, überall mal eine verschiedene Einkaufsposition.
00:28:53: Und wir können natürlich jetzt schon tracken wie weit bist du mit dem Preis den du gerade erzielt hast weg von dem Offiziellistenpreis oder den man so als Standardautonomarverbraucher bekommt.
00:29:04: und wenn ich da sehe dass ich einfach zu weit weg bin oder zu nah dran bin bei manchen Komponenten dann weiß der habe ich wohl noch nicht das letzte rausgeholt, was selbst ich mit meinen nur zehn Millionen Einkaufsverloben erzielen kann.
00:29:16: Und diese Transparenz hilft mir natürlich auch da die Nadel im Heuhauffen zu finden und zu wissen wo ich überhaupt noch Potenzial habe und wo ich vielleicht auch schon mein Potenzal ausgeschöpft hab.
00:29:26: Das sind alles Analysen, die ich sonst natürlich zu Fuß mit Axel einfach super schwer machen könnte.
00:29:31: Die großen können sich das leisten, haben einen Zentraleinkauf aber sowas fällt quasi als Nebenprodukt einfach ab.
00:29:38: Ein Käufer darf auf jeden Fall sehr gefährlich, was die Anlustmöglichkeiten angeht.
00:29:45: Jetzt hast du ja von Demokratisierung gesprochen?
00:29:47: Was mir so ein Kopf dann rumgeistert ist, wenn es Volumeneffekte da gibt ganz klare ... Ist da Nominowo in Zukunft vielleicht auch eine Plattform, an der wir so Einkaufklassen verbündeln?
00:29:58: könnte, dass man sagt fünf EMS-Unternehmen ähnliche Größe mit ähnlichen Ideen tun sich zusammen und kaufen dann gemeinsam ein?
00:30:06: Das ist auf jeden fall was... eine Idee, die schon länger mal rumgeheißert in der Schublade liegt.
00:30:11: Bisher haben wir das so noch nicht ausgeführt.
00:30:16: außerhalb von Verbundsunternehmen.
00:30:19: Wir haben natürlich schon Unternehmen, die irgendwie so Gruppen sind, wo vielleicht ein Private Equity dahinter steht und mehrere eigentlich unabhängige Unternehmen, aber die dann gemeinsam zentral einkaufen wollen.
00:30:28: Und da haben wir es natürlich schon so umgesetzt.
00:30:30: Da gibt's aber natürlich schon eine Art ganz klare Verbindungen- und Vertrauensverhältnis, um da zentrale einzukaufen.
00:30:37: Das Ganze jetzt wirklich ... analysiert oder so zu machen, ist eine Möglichkeit.
00:30:41: Das muss man natürlich auch von der Kundenseite die Bereitschaft und das Vertrauen kommen.
00:30:44: Man müsste da auch eine Möglichkeit finden wie transparent wird was da gemacht.
00:30:49: aber es ist sicher ein spannender Hebel den man auch nutzen kann.
00:30:54: ich sage mal jeder Knotenpunkt in dieser ganzen Kette.
00:30:57: Sobald wir auf die digitale Welt gebracht haben hat man auf einmal auch Möglichkeiten Synergien auszuschöpfen und sich besser zu positionieren gegenüber immer quasi den großen, genau.
00:31:09: Bevor wir jetzt den Schwung machen zur EFX noch vielleicht nur eine Nachfrage, Compliance ist natürlich auch mit Bürokratie verbunden.
00:31:15: ich finde Digitalisierungstools machen ja dann auch Bürokratei-Hürden manchmal geringer.
00:31:20: Durchsprachschutz von Retros, den Ewigkeitsproblematiken bei den Kunststoffen.
00:31:26: Ist das so?
00:31:26: was?
00:31:27: Womit die Luminorbo Stool?
00:31:30: weil ja alle Daten dahinterlegt sind.
00:31:32: Kann ich dann damit diese Bürokratie-Hürden viel leichter umgehen, weil ich mich gar nicht mehr damit beschäftigen muss.
00:31:36: Ich sehe es ja direkt ob das erfüllt wird oder nicht?
00:31:40: Was für mich die Frage ist, bin ich damit wettbewerbsfähiger wieder auf dem internationalen Markt?
00:31:45: Weil ich eben meine eigenen Bürokreatie- Hürden damit etwas glätten kann!
00:31:49: Es würde ich auf jeden Fall schon sagen und also ich glaube in erster Instanz ist man, glaub' ich... Also der Wettbewebs, die diese Bürokratie hören, die musst du an ausländischen Unternehmen, das in Deutschland agiert genauso oft.
00:32:01: Das heißt, ich habe hier auf jeden Fall die Möglichkeit gegenüber anderen, die im selben Marktagieren mich Wettbewerbswege aufzustellen und hab aber eben auch macht tut es mir viel einfacher.
00:32:11: Auch die Lokalisierungs Anforderungen zu erfüllen.
00:32:13: das gibt ja andere Komplexanforderung jetzt einmal in Kalifornien wie jetzt Deutschland Und wenn diese da die Grundarten vorhanden sind wie irgendwie hier ist grob sixty-five und hier ist PFAS wichtig und was auch immer dann kann Ich mir mit einem mit dem reporting dass natürlich Kunden und Lokalisationsspezifisch relativ einfach abbilden, wenn die Grunddaten vorhanden sind.
00:32:36: Und das ist auch was, was wir jetzt probiert durch KI-Möglichkeit haben noch viel spezialisierteres Reporting automatisiert an einzelne Kunden auszuliefern.
00:32:46: Ich sehe es einerseits als Wettbewerbsvorteil um den eigentlichen Auftrag zu gewinnen aber teilweise auch als ein Monetarisierungspotenzial nicht.
00:32:54: ich habe schon Kunden, die so explizites Reporting oder Compliance Prüfungen auch Schaffung zu monetisieren gegenüber Ihren Kunden, dabei bei denen das intern auch extreme Aufwände spart.
00:33:07: Genau ich sehe es sowieso Software als um diese Hürden zu überwinden abzubauen aber teilweise auch als Chance wenn man sie gut einsetzt und vielleicht auch neue Geschäftszweige auch zu erschließen potenziell oder zusätzliche Umsatzströme.
00:33:22: Ich finde ist ein super Stichwort.
00:33:23: wir haben ja hier mit unserem Podcast bewegende wollen auch den Weg zur Messe Branchen-Event, EFX natürlich auch beschreiten.
00:33:30: Das heißt die EFX des neuen Branchen Eventes, das in Stuttgart jetzt im Oktober stattfinden wird geht ja auch neue Wege.
00:33:37: es ist eben nicht mehr dieses klassische Messekonzept sondern eben so ein Branchen event.
00:33:41: Luminowo wird da ebenfalls ausstellen.
00:33:44: was hat dich an diesem Konzept begeistert oder was findest du an diesem neuen Weg besonders interessant?
00:33:52: Wir waren der Feuer auch um wie bei Messen in Nürnberg und so weiter die jetzt auch speziell für die für die Elektronikfertigung ausgelegt waren und fand es auch sehr schade, dass sie sich dann so ausgefasst hat.
00:34:03: Weil es eigentlich eine super gute Möglichkeit war wirklich ... Die Elektronikaertigung in den Vordergrund zu rücken.
00:34:09: Ich finde das ist auf jeden Fall was sonst jetzt wieder eine krasse Lücke dient standen muss.
00:34:14: Und ich bin sehr schön, dass das quasi die EFX dieses Thema wieder als Expo für Elektroniker im Expecit aufnimmt.
00:34:23: Ich find aber auch grundsätzlich diese Verbindung von expliziten Sachen, wie wir legen Wert nicht nur auf reine Ausstellungen sondern auch auf Networking.
00:34:33: Es gibt vielleicht ein paar Ein-Events und Programme dazu, neben der eigentlichen Messe diesen Dreiklang zu finden ist meines Erachtens schon immer sehr wichtig das es nicht einfach eine reine unmoderierte Ausstellung ist, sondern dass man da verschiedene Möglichkeiten hat sich präsentieren um mit anderen in Verbindung zu kommen.
00:34:54: was ich an dem Konzept am Anfang schön fand, warum wir auch gesagt haben.
00:34:57: Wir wollen da auf jeden Fall gerne von Anfang an mit dabei sein.
00:35:00: Und das andere ist natürlich auch, wenn man gewisse Themenstränge, die einem die wichtigsten irgendwie mitbringt ... KI habe besprochen und Spotman-Effecturing, Lieferketten... Da auch eine gewisse Linie zu geben um da das Ganze möglichst effektiv auch zu machen, was die Präsentation aber auch die Austauschmöglichkeiten angeht.
00:35:22: Ich glaube, dass sind einfach Dinge Die braucht die Branche und da freuen wir uns sehr, dass es da einen neuen Ansatz gibt bei dem wir dabei sein können.
00:35:29: Wenn wir jetzt durch vom Netzwerk gesprochen sind als vielleicht das neue Punkt den die EFX in den Vordergrund gerückt hat mit wem würdest du denn gern welches Thema besprechen?
00:35:38: Also haben wir gar nicht mehr auf Besucherseite sondern wirklich dich in den Fokus nehmen.
00:35:41: wo denkst Du Mit wem würde du gerne in der Branche welches thema voranbringen Dass man sagt Das wäre so ein Branchenpunkt Treffpunkt wo man sagt Das wäre für die Elektronikfertigung so wichtig, wenn wir uns da mal wirklich austauschen könnten.
00:35:55: Um mal vorwärts zu kommen vielleicht als Branche an sich?
00:36:01: Was der richtige Rahmen dafür ist, aber ich frage mich immer wie wir... Also es gibt jetzt auch schon Bewegungen mit so Chips, zwei Punkt Null und so weiter.
00:36:10: Aber ich glaube grundsätzlich würde mich einfach weiter interessieren, wie wir die Branche nochmal von den unbesungenden Helden zu den besungenen Helden machen können.
00:36:20: der Stellenwert von Manufacturing in Europa die Relevanz erhält.
00:36:27: Was können wir vielleicht tun, dass dieses Local-Manufacturing auch wirklich ernst genommen wird?
00:36:35: Weil wenn wir jetzt nur wieder das nächste Chipfafrik bauen aber uns nicht um Leiterplatten und andere Sachen kümmern da haben wir auch nichts gekonnt.
00:36:42: also diesen wirklichen Resilienzgedanken diese lokale Stärkung der lokalen Fertigung wie wir das einfach noch lauter hinaus tragen können.
00:36:53: Das wäre für mich auf jeden Fall was, wo es sich immer lohnt weiter zu Brainstormen bei da, wenn wir glaube ich noch viel mehr erzeugen als wir's aktuell tun.
00:37:02: Da sind wir natürlich als Zeitschrift eVP furchtbar gerne mit dabei.
00:37:05: das ist wirklich ein Thema dass uns auch bewegt.
00:37:07: das sind natürlich auch viele draußen bewegt viele Zuhörer die heute auch dabei haben sicherlich bewegen.
00:37:12: Und wenn Sie Sebastian auf der EFX treffen wollen, kommen sie einfach an den Stand von Luminoro vorbei.
00:37:17: Er wird sicherlich den anderen Tag da sein oder?
00:37:20: Sag ich Verstrecke was weiß ich gar nicht mehr.
00:37:23: Unser Team ist auf jeden Fall da!
00:37:25: Ich muss schauen ob mich selber auch persönlich scharf aber wir haben auf jeden fall ein gut repräsentiert und wenn ich selbst nicht sonst schaffe dann würde ich sonst schreiben Sie mir immer gerne eine E-Mail auf Sebastia in der Luminoroprokom Dann machen wir sonst einen eins zu eins Termin aus.
00:37:39: Perfekt, das ist doch ein super Angebot.
00:37:41: Damit bleibt mir nur noch Danke zu sagen.
00:37:42: Sebastian, herzlichen Dank, dass du da warst.
00:37:44: Ein super spannendes Gespräch mit vielleicht mal einem Thema, das nicht direkt die Elektronikfertigung aber wesentlich für die Elektronic-Fertigung ist.
00:37:52: Vielen dank, dass Du mit uns darüber gesprochen hast.
00:37:54: Ihnen vielen Dank, Dass Sie dabei waren und es zugehört haben wie immer Und wir sehen uns auf jeden Fall auch auf der EFX.
00:38:00: Die EPP wird da sein.
00:38:01: Ich werde da sein.
00:38:02: Bis dahin alles Gute und vielleicht bis zur nächsten EPP Freunde.
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